150 € Max. Tagegeld/Tag
60 % GKV-Zahnkostenanteil
3 Mon. Übliche Wartezeit
40+ Versicherte Krankheiten

Was ist eine Krankenzusatzversicherung?

Die Krankenversicherung gehört in Deutschland zu den Pflichtversicherungen. Das bedeutet, dass alle in der Bundesrepublik lebenden Menschen verpflichtet sind, Mitglied einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung zu sein. Personen, die jedoch über die regulären Leistungen hinaus geschützt sein möchten, können eine Krankenzusatzversicherung als ergänzende Gesundheitsversicherung abschließen.

Eine Krankenzusatzversicherung kann in jeglichen Gesundheitsbereichen abgeschlossen werden. Beispiele hierfür sind:

  • Auslandsreisen;
  • Zahnbehandlungen;
  • Krankenhausaufenthalte;
  • Pflegevorsorge.

Ist eine Krankenzusatzversicherung sinnvoll? Die Krankenzusatzversicherung ist für gesetzlich Versicherte sinnvoll, die in bestimmten Gesundheitsbereichen Leistungen in Anspruch nehmen möchten, welche im Regelfall Privatpatienten vorbehalten sind. So können Betroffene im Falle eines Aufenthaltes im Krankenhaus beispielsweise eine Chefarztbehandlung in Anspruch nehmen. Doch auch für Privatversicherte kann sich eine Zusatzversicherung in einigen Situationen lohnen.

Überblick der Krankenzusatzversicherungen

Die drei wichtigsten Arten der Krankenzusatzversicherung im Vergleich:

Vergleich der Krankenzusatzversicherungen
Kriterium Krankenhaustagegeld Dread-Disease Zahnzusatz
Leistung Täglicher Geldbetrag bei Klinikaufenthalt Einmalzahlung bei schwerer Krankheit Kostenübernahme für Zahnbehandlungen
Wartezeit 3 Monate (8 Mon. bei Entbindung) Variiert je nach Anbieter 3–8 Monate je nach Tarif
Zielgruppe GKV-Versicherte mit Komfortwünschen Alleinverdiener, Selbstständige Alle mit hohem Zahnbehandlungsbedarf
Beitragsfaktoren Höhe des Tagegeldes, Alter Alter, Beruf, Gesundheit, Hobbys Zahnzustand, Alter, Tarifwahl

Was ist die Krankenhaustagegeldversicherung?

Die Krankenhaustagegeldversicherung ist eine Krankenzusatzversicherung, die Versicherten im Falle eines Krankenhausaufenthaltes ein sogenanntes Krankenhaustagegeld auszahlt. Hierbei handelt es sich um einen festgelegten Geldbetrag, den der Versicherte pro Aufenthaltstag von der Versicherung erhält. Diese finanzielle Leistung kann der Betroffene beispielsweise für folgende Mehrkosten einsetzen:

  • Ausgleich für die gesetzliche Zuzahlung;
  • Aufstockung für den Aufenthalt im Zwei- oder Einbettzimmer;
  • Zusätzliche Unterbringung eines Familienmitglieds;
  • Bezahlung von Telefon- und Fernsehgebühren.

Ist eine Krankenhaustagegeldversicherung sinnvoll? Eine Krankenhaustagegeldversicherung ist vor allem für gesetzlich Versicherte sinnvoll, die im Falle eines Krankenhausaufenthaltes die Zusatzkosten nicht tragen möchten. Hierzu gehören sowohl die gesetzliche Zuzahlung als auch Fahrtkosten für Besucher.

Höhe des Krankenhaustagegeldes

Die Höhe des Krankenhaustagegeldes kann vom Versicherten selbst bis zu einer bestimmten Höchstgrenze festgelegt werden. Es gilt: Je höher das Krankenhaustagegeld angesetzt wird, desto teurer sind die monatlich zu zahlenden Versicherungsbeiträge. Wie hoch der monatliche Beitrag ist, hängt von dem jeweiligen Versicherungsunternehmen ab.

Rechenbeispiel

Die maximale Höhe des Krankenhaustagegeldes liegt aktuell bei 150 € pro Tag. Eine Person, die beispielsweise 10 Tage im Krankenhaus ist, erhält demnach insgesamt 1.500 € Krankenhaustagegeld.

Wartezeit, Leistungsfall und Kündigung

Versicherungsbeginn ist in der Regel das auf dem Versicherungsschein angegebene Datum zum Versicherungsbeginn. Zudem sollte die sogenannte Wartezeit bei dem Krankenhaustagegeld berücksichtigt werden. Diese beginnt mit dem Versicherungsbeginn und dauert in der Regel 3 Monate. Sollte der Versicherte in diesem Zeitraum hospitalisiert werden, erhält er demnach kein Krankenhaustagegeld.

In einigen Fällen gibt es eine besondere Wartezeit von insgesamt 8 Monaten. Diese gilt für Krankenhausaufenthalte, die z.B. im Zusammenhang mit einer Entbindung oder einer Zahnbehandlung stehen.

Ein Leistungsfall liegt dann vor, wenn ein Versicherter nach Ablauf der Wartezeit ins Krankenhaus muss und dort über Nacht bleibt. Als Nachweis über den Krankenhausaufenthalt muss bei der Versicherung ein entsprechendes Nachweisdokument vorgelegt werden. Dies kann beispielsweise die Krankenhausrechnung sein oder der Krankenhausentlassungsbericht.

Kündigung der Versicherung

Versicherte, die mit den Leistungen ihrer Krankenhaustagegeldversicherung nicht zufrieden sind, können diese kündigen. Dabei gelten folgende Vorgaben:

1 Die Kündigungsfrist einhalten
2 Den Versicherungszeitraum berücksichtigen
3 Die Mindestvertragslaufzeit beachten

In einigen Sonderfällen kann der Versicherungsvertrag auch vor Ablauf der Mindestvertragszeit aufgelöst werden. Dies ist der Fall, wenn es zu Beitragserhöhungen oder Tarifanpassungen kommt. Der Versicherte hat hier einen Monat nach Benachrichtigung über die Anpassung Zeit, um die Krankenzusatzversicherung zu kündigen.

Sie möchten weitere Erklärungen zum Thema Krankenhaustagegeldversicherung erhalten? Dann lesen Sie unseren Artikel zum Thema Krankenhaustagegeld.

Was ist die Dread-Disease-Versicherung?

Die Dread-Disease-Versicherung schützt Versicherte bei der Diagnose von bestimmten schweren Krankheiten, indem sie dem Betroffenen eine vereinbarte Versicherungssumme auszahlt. Dieser Versicherungsschutz dient der finanziellen Absicherung der betroffenen Personen. Mit der Versicherungssumme können sie nämlich beispielsweise einen Einkommensausfall ausgleichen oder Spezialleistungen in Anspruch nehmen.

Versicherte Krankheiten
  • AIDS/HIV durch Bluttransfusion
  • Blindheit und Gehörlosigkeit
  • Gehirntumor
  • Krebs
  • Herzinfarkt und Herzleistungsschwäche
Ausschlüsse
  • Aktive Teilnahme an Unruhen
  • Vorsätzliche Straftat
  • Absichtliche Schädigung der Gesundheit
  • Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenmissbrauch

Die Dread-Disease-Versicherung bietet zudem einen optionalen Todesfallschutz. Stirbt eine Person aufgrund einer schweren Krankheit, bevor die Versicherungssumme ausgezahlt werden konnte, so wird diese dennoch ausgezahlt.

Wie teuer ist die Dread-Disease-Versicherung?

Wie teuer die Dread-Disease-Versicherung ist, hängt von der persönlichen Situation des Versicherten ab. So haben folgende Merkmale einen Einfluss auf die Höhe des zu zahlenden Beitrags:

Eintritts-/Ablaufalter
Nichtraucher/Raucher
Beruf/Ausbildung
Risiko-Hobbys
Reisetätigkeiten

Des Weiteren hat die Höhe der vereinbarten Versicherungssumme einen Einfluss auf den monatlich zu zahlenden Beitrag. Je höher die im Versicherungsfall gezahlte Geldsumme sein soll, desto höher ist auch der monatlich zu zahlende Beitrag.

Was ist eine Zahnzusatzversicherung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen grundsätzlich nur 60 Prozent der Zahnarztkosten für die sogenannte Regelversorgung. Versicherte müssen demnach in der Regel 40 Prozent der Zahnarztkosten für solche Behandlungen selber tragen. Nur in Härtefällen übernimmt die Krankenversicherung 100 Prozent der Kosten.

Personen, die ihr Bonusheft für die Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt regelmäßig abstempeln lassen, erhalten einen Zuschuss bei der Kostenübernahme einer Regelversorgung. Bei einem seit 5 Jahren regelmäßig abgestempelten Bonusheft übernimmt die Krankenversicherung 70 Prozent der Kosten für die Regelversorgung. Nach 10 Jahren sind es 75 Prozent der Kosten.

GKV-Kostenübernahme bei Zahnbehandlungen
Bonusheft-Status GKV-Kostenübernahme Eigenanteil
Ohne Bonusheft 60 % der Regelversorgung 40 %
5 Jahre geführt 70 % der Regelversorgung 30 %
10 Jahre geführt 75 % der Regelversorgung 25 %

Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt die Kosten, die von der Krankenversicherung nicht übernommen werden. Zudem übernimmt die Krankenzusatzversicherung je nach Vertrag Kosten für Behandlungen, die über die Regelversorgung hinausgehen. Statt einer Krone aus Metall kann sich der Versicherte beispielsweise für eine Krone aus Keramik entscheiden.

Achtung! Auch bei einer Zahnzusatzversicherung muss der Versicherte in der Regel einen Eigenanteil von 10 bis 20 Prozent zahlen. Einige Krankenzusatzversicherungen bieten zwar eine komplette Kostenübernahme, doch fordern hierfür sehr hohe Beitragszahlungen.

Ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll?

Ob eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation des Versicherten ab. Wie viel Wert legt die Person auf teuren Zahnersatz? Geht die Person davon aus, sich in den nächsten Jahren mehreren Zahnbehandlungen zu unterziehen?

Zudem sollten bei der Entscheidung einige Vorgaben berücksichtigt werden, die im Zusammenhang mit der Zahnzusatzversicherung gelten:

  • Die Zahnzusatzversicherung übernimmt keine Kosten für Behandlungen, die bereits anstanden;
  • Viele Tarife sind mit einer Wartezeit verbunden;
  • In den ersten 3 bis 5 Jahren nach Vertragsschluss werden Zahnbehandlungen zudem nur begrenzt übernommen;
  • Personen mit Zähnen in sehr schlechtem Zustand erhalten häufig Risikozuschläge.

Tipp: Sie möchten eine Zahnzusatzversicherung abschließen, wissen aber nicht, welcher Anbieter für Sie geeignet ist? Dann nutzen Sie unseren Zahnzusatzversicherungsrechner und finden heraus, welche Versicherungsangebote auf Sie warten.

Häufig gestellte Fragen über Krankenzusatzversicherungen

Eine Krankenzusatzversicherung ergänzt den bestehenden Krankenversicherungsschutz um zusätzliche Leistungen. Sie kann in verschiedenen Gesundheitsbereichen abgeschlossen werden — etwa für Zahnbehandlungen, Krankenhausaufenthalte, Auslandsreisen oder bei der Diagnose schwerer Krankheiten. Sowohl gesetzlich als auch privat Versicherte können eine Krankenzusatzversicherung abschließen.

Eine Krankenzusatzversicherung ist besonders für gesetzlich Versicherte sinnvoll, die in bestimmten Bereichen Privatpatientenleistungen in Anspruch nehmen möchten. Dazu gehören beispielsweise Chefarztbehandlungen im Krankenhaus, hochwertiger Zahnersatz oder finanzielle Absicherung bei schweren Erkrankungen. Auch Privatversicherte können ihren Schutz mit bestimmten Zusatzversicherungen erweitern.

Die Kosten einer Krankenzusatzversicherung hängen von der Art der Versicherung, dem gewählten Leistungsumfang und persönlichen Faktoren wie Alter und Gesundheitszustand ab. Eine Krankenhaustagegeldversicherung ist in der Regel günstiger als eine umfassende Zahnzusatzversicherung. Der monatliche Beitrag steigt in der Regel mit dem Alter bei Vertragsabschluss.

Ja, die meisten Krankenzusatzversicherungen haben eine Wartezeit von 3 Monaten. In besonderen Fällen — z.B. bei Zahnbehandlungen oder Entbindungen — kann die Wartezeit bis zu 8 Monate betragen. Während der Wartezeit können keine Leistungen in Anspruch genommen werden, obwohl bereits Beiträge gezahlt werden.

Ja, eine Krankenzusatzversicherung kann unter Einhaltung der Kündigungsfrist und Mindestvertragslaufzeit gekündigt werden. Bei Beitragserhöhungen oder Tarifanpassungen haben Versicherte zudem ein Sonderkündigungsrecht — sie können innerhalb eines Monats nach Benachrichtigung kündigen.

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