Schadenquote bei Versicherungen

Alle Versicherungen berechnen für die Analyse und Kalkulation der zu erhebenen Versicherungsbeiträge eine Schadenquote, die in einem Prozentsatz ausgedrückt wird. Die Berechnung der Schadenquote erfolgt jedes Jahr für das kommende Kalenderjahr neu. Die Schadenquote wird für alle Versicherungssparten benötigt, damit der Versicherer die Kosten für die Zukunft besser kalkulieren und entsprechend einwirken kann. Die Höhe der Quote schwankt von Jahr zu Jahr, da die Anzahl der Schäden und Unfälle der versicherten Personen variieren können.

Berechnung der Schadenquote

Die Schadenquote wird mit einem einfachen mathematischen Verfahren berechnet. Dabei werden die entstandenen Kosten für Versicherungsfälle mit den eingenommenen Nettobeiträgen (Beiträge ohne Versicherungssteuer) in Verhältnis gestellt. Die Berechnung sieht dann folgendermaßen aus:

Schadenquote = Schadenkosten / Eingezahlte Versicherungsbeiträge * 100

Beispiel anhand der Schadenquote

Berechnen wir mal von einem individuellen Kunden, der einen Versicherungsvertrag über eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, die persönliche Schadenquote aus.

  • Vertragslaufzeit: 5 Jahre
  • Eingezahlte Beiträge: 250,- Euro
  • Bezahlte Schäden: 150,- Euro

Schadenquote = 150,- Euro / 250,- Euro * 100 = 60%

Der Beispielkunde hat eine Schadenquote von 60%.

Haben Sie einen Schaden verursacht oder wurden Sie von Ihrer Versicherung wegen einem Schaden gekündigt? Dann dürfen bzw. müssen Sie eine neue Versicherung beantragen. Vergleichen Sie deshalb vor dem Vertragswechsel die Anbieter. Vor allem der Versicherungsvergleich für Autos ist dann häufig nachgefragt.

Deutung der Schadenquote

Bei Versicherungen ist es schwer zu sagen, ob eine hohe oder eine niedrige Schadenquote für die Versicherungsnehmer von Vorteil ist. Niedrige Schadenquoten können zwei verschiedene Dinge aufzeigen. Zum einen kann es zeigen, dass der versicherte Personenkreis geringe Kosten und wenige Schäden verursacht. Versicherungen haben in diesem Fall die Möglichkeit die Versicherungsbeiträge in der Zukunft zu senken oder stabil zu halten. Zum anderen kann eine niedrige Schadenquote ausdrücken, dass die Versicherung oft eine Erstattung der Leistung verweigert oder nicht anerkennt. Versicherungsnehmer können so im Ernstfall auf Kosten sitzen bleiben.

Eine Pauschalisierung kann man hier allerdings nicht treffen, da die Handhabung bei jeder Versicherung unterschiedlich ist. Um einen guten Versicherer zu finden, vergleichen Sie am besten die Leistungen, Kundenzufriedenheit und Beiträge der Versicherungen mit einem Versicherungsvergleich. Oft ist bei der Wahl der Versicherung vor allem die Zufriedenheit von bestehenden Kunden sehr wichtig. Aus diesem Grund zeigen entsprechende Tarifrechner die Benotung der Kunden auf.

Eine Schadenquote über 100% bedeutet, dass eine Versicherung innerhalb eines Kalenderjahres mehr Kosten für Schäden bezahlen musste als dass Beiträge eingenommen wurden. Für die Versicherungsgesellschaft ist eine solche Quote eher nachteilig. Ein solcher Fall kann zum Beispiel Beitragserhöhungen zur Folge haben.

Die Schadenquote kann auch individuell ausgewertet werden. Übertritt ein Kunde beispielsweise eine bestimmte Höhe der Schadenquote, kann es passieren, dass das Versicherungsunternehmen eine Kündigung an den Versicherungsnehmer schickt. In diesem Fall müssen Sie sich nach einer anderen Versicherung umschauen. Geben Sie hier ein, welche Versicherung Sie wechseln müssen und beantragen Sie dann einfach online einen neuen Tarif:

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