Welche Fahrzeuggruppen gibt es in der Kfz-Versicherung?

In der Kfz-Versicherung können Sie Schadenverläufe von anderen Kraftfahrzeugen oder Personen übernehmen. Das bedeutet, dass Sie von vornherein in eine bessere Schadenfreiheitsklasse eingestuft werden, wenn Sie die Rabatte von Dritten übernehmen.

Bei der Kfz-Versicherung wird zwischen drei verschiedenen Fahrzeuggruppen unterschieden. Dazu zählt die untere, mittlere und obere Fahrzeuggruppe. In jeder Gruppe sind bestimmte Arten von Kraftfahrzeugen eingeteilt.

Damit die Übernahme möglich ist, müssen sich die Fahrzeuge in derselben Fahrzeuggruppe befinden.

Eine Übertragungsmöglichkeit besteht auch dann, wenn das übernehmende Fahrzeug in einer niedrigeren Fahrzeuggruppe ist als das übertragende Fahrzeug.

Untere Fahrzeuggruppe

Zu diesem Bereich gehören Fahrzeuge, die eher ein geringes Risiko für die Versicherungsgesellschaft aufweisen und teilweise im privaten Sektor genutzt werden. Dazu zählen die folgenden Fahrzeugtypen:

  • Campingfahrzeuge
  • Krafträder
  • Krankenwagen
  • Landwirtschaftliche Zugmaschinen
  • Leichenwagen
  • Leichtkrafträder
  • Lieferwagen bis 3,5 Tonnen im Werk- oder Privatverkehr
  • Personenkraftwagen (Pkw)
  • Quads
  • Raupenschlepper
  • Stapler
  • Trikes

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Mittlere Fahrzeuggruppe

In dieses Gebiet fallen eher Kraftfahrzeuge, die der Beförderung von Personen oder Gütern dienen. Hierbei sind die Risikoverhältnisse etwas höher als in der unteren Fahrzeuggruppe. Zu dieser Risikoklasse gehören die nachstehenden Fahrzeuge:

  • Lastkraftwagen (Lkw) über 3,5 Tonnen im Werkverkehr
  • Mietwagen
  • Taxen
  • Zugmaschinen im Werkverkehr

Obere Fahrzeuggruppe

Den größten Risiken sind meist solche Fahrzeuge ausgesetzt, die der oberen Fahrzeuggruppe angehören. Oftmals handelt es sich hierbei um besonders große, risikoreiche Verkehrsmittel. In diesen Bereich fallen nachfolgende Fahrzeuge:

  • Abschleppwagen
  • Lkw im gewerblichen Güterverkehr
  • Lkw im Umzugsverkehr
  • Omnibusse
  • Zugmaschinen im gewerblichen Güterverkehr
  • Zugmaschinen im Umzugsverkehr

Ausnahmen bei der SFR-Übertragung

Eine Übernahme der Schadenfreiheitsrabatte (SFR) ist auch in Ausnahmefällen möglich, wenn dies die Versicherungsbedingungen der jeweiligen Versicherung zulassen. So können die Schadenfreiheitsklassen üblicherweise auch von Lieferwagen bis 3,5 Tonnen auf Lkw über 3,5 Tonnen oder Zugmaschinen im Werkverkehr übertragen werden.

Eine SFR-Übertragung ist auch von Taxen, Mietwagen und Pkw auf kleine Omnibusse möglich, obwohl die Verkehrsmittel in unterschiedliche Fahrzeuggruppen eingeordnet sind. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Kraftomnibus nicht mehr als 20 Plätze (ohne Fahrersitz) hat.

Einschränkungen gibt es hingegen bei landwirtschaftlichen Zugmaschinen und Gabelstaplern. Hier können Schadenverläufe nur übernommen werden, wenn es sich tatsächlich um dieselben Fahrzeuge handelt.

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